Häufige Fragen
Nein. Allerdings treten Melismen aber auf der rhythmischen Ebene von Breven auf. Sowohl schrittweise abwärts (10x), wie auch schrittweise aufwärts (5x). Solche Melismen kommen jedoch fast ausschliesslich in Kombination mit Ligaturen vor.
In 18. Cæli enarrant gibt es in Takt 26 im Cantus ein Melisma bestehend aus einer Brevis gefolgt von einer Semibrevis.
Ähnlich ist auch die Kombination aus einer unteren Wechselnote als Minima die mit einer Brevis endet (5x). Siehe dafür z.B. 1. Beatus vir im Takt 7 im Bassus.
Auf der Seite zu den Melismen gibt es weitere Informationen und Angaben dazu wie häufig welche Melismen auftreten.
Nein. Aber auch die Meister machen manchmal Fehler:
Sextsprünge kommen als melodische Intervallschritte nur als kleine Sexten aufwärts vor, insgesamt 72 mal. Abwärts treten keine Sextsprünge auf. Auf der Seite mit der Statistik zu den Intervallschritten können die einzelnen Stellen der Sextsprünge gefiltert.
Es gibt eine einzige Ausnahme: In 38. Dixi custodiam im Takt 8 im Bassus kommt einmalig ein grosser Sextsprung aufwärts vor.
Ja. Es kommen in allen Tricinien insgesamt 214 verdeckte Quintparallelen vor, davon 63 in den Aussenstimmen und 46 verdeckte Oktavparallelen, davon 33 in den Aussenstimmen.
Die melodische Gestalt einer Cambiata (-2 -3 +2) kommt insgesamt 80 mal vor.
Allerdings ist von rhythmischen Gestalt her nur eine davon (6. Domine ne in furore, Tenor, T. 3 ♩ 3) eine echte Cambiata, da die Bewegung auf Ebene der Semiminimæ sein sollte. Und selbst diese eine Cambiata tritt hier ohne die typische dissonante und abspringende untere Nebennote auf.
Ausserdem gibt es noch drei weitere Cambiatæ die in doppelt so schneller Geschwindikeit stattfinden (also auf Ebene als Fusæ anstatt Semiminimæ) in 19. Exaudiat te Dominus, Tenor und Bassus, T. 15.
Sie spielt also im Corpus dieser 50 Tricinien keine Rolle.
Insgesamt gib es 2527 Grundakkorde und nur 828 Sextakkorde. Sextakkorde sind also ca. ⅓ so häufig wie Grundakkorde. Die Terz als zweistimmiges Intervall kommt mit 1582 Vorkommen knapp doppelt so häufig vor wie Sextakkorde.
Weitere Information dazu in der Statistik zu den Akkorden.
Grundsätzlich werden verminderte Quinten mit einer Gegenbewegung schrittweise in
eine Terz aufgelöst. Es gibt aber auch Aussnahmen bei denen die verminderte
Quinte als Wechselnote auftritt, oder einige Stellen bei denen sie als
5-6-Seitenbewegung aufgelöst wird (die obere Stimme bleibt liegen).
Hier ist eine Liste mit allen Stellen an denen eine verminderte Quinte vorkommt.